Die Bodhidharma Chan-Gemeinschaft  ist eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten, die in der ursprünglichen Tradition des "Zen", dem chinesischen Chan-Buddhismus, jedoch in einer zeitgemäßen, westlichen Darlegung der Lehre ihre Heimat gefunden haben.

 

Aus unserer Sicht ist Chan nicht an die asiatische Lebensweise, Kultur oder Sprache gebunden, deshalb findet Esoterik, Folklore und blindes, unreflektiertes Kopieren von asiatischer Kultur bei uns  nicht statt. Textrezitationen erfolgen bei uns  in deutscher Sprache.

Die üblichen Meditationszeiten umfassen 2 bis 3 Einheiten a 20 Minuten und sind durch Phasen mit Gehmeditation aufgelockert.

 

 Wer nach einer  1-jährigen Probezeit (als Zeit des Kennenlernens und des gemeinsamen Übens) den Chán-Weg mit uns gemeinsam            als Lebensweg gehen möchte, kann sich durch eine formelle Zufluchtnahme der Lehre Buddhas und unserer Gemeinschaft anschließen.     

 

   Eine Zufluchtnahme ist die bewusste, aktive Entscheidung, Buddhismus fortan als Lebensweg zu gehen. 
     Man gelobt sich in diesen 5 Silas zu üben:
  1. Kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen.
  2. Nichtgegebenes nicht zu nehmen.
  3. Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen zu pflegen (= zum Schaden Anderer).
  4. Nicht zu lügen oder unheilsam zu reden.
  5. Sich nicht durch berauschende Mittel das Bewußtsein zu trüben.

Die Teilnehmer des internen Studienkreises bzw. aktive Mitglieder der Gemeinschaft, können zudem das Bodhisattva-Gelübde ablegen. Dieses Gelübde drückt den Wunsch aus, unser tägliches Wirken (soweit es möglich ist) dem Wohle anderer fühlenden Wesen zu widmen.

 

 

  Die Leitung der Bodhidharma Chan-Gemeinschaft

Die Leitun g der Bodhidharma Chan-Gemeinschaft ( 達摩禅苑德國 )   liegt bei Rev. Fa Yi Shakya einem familiärlebenden Dharmalehrer, der nach mehr als 20 Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Buddhismus im Jahre 2011  in einer reformierten Linie der chinesischen Chan-Tradition (臨濟宗) aufgenommen wurde, hierbei die formelle Lehrerlaubnis erhielt und 2014 die  Gemeinschaft gründete.

 

Zudem wurde er im März 2014 durch einen Zen-Meister der japanischen Tradition zum "Zen-Mönch" (Unsui 雲水) ordiniert. Er leitet die Chan-Gemeinschaft als Kalyana Mitra  ("Begleitender Freund"),

auf der Basis eigener Erfahrung im Selbstverständnis eines "Mitübenden", jedoch ohne den Anspruch

in irgend einer Weise  "perfekt" zu sein. Ziel unserer Gemeinschaft ist es, die Essenz des Chán-Buddhismus in zeitgemäßer und weitgehend von kulturellen Einflüssen befreiter Form zu lehren und  zu leben.

 

Ziel ist ein gemeinsames Gehen des "Weges" in gegenseitiger Bereicherung und Wertschätzung.

Eine umfassende Autobiographie seines bisherigen Weges (Lehrer und Traditionen) findet sich HIER

 

Anmerkung für Menschen ohne Anschluss an eine Sangha:

 

Die Gruppe ist auch offen für Menschen, welche bisher Alleinpraktizierende waren und unser Konzept einer sich gegenseitig bereichernden "Bruderschaft" den sonst üblichen, hierarchischen Strukturen vorziehen. Es ist nicht zwingend nötig, an regelmäßigen Treffen vor Ort teilzunehmen.  Auch für Interessierte, welche weiter entfernt wohnen, besteht die Möglichkeit einer Aufnahme. 

 

Eine Grundvoraussetzung für einen Beitritt ist jedoch stets die aktive Beteiligung und die Identifikation mit der Gemeinschaft als eine, die in der Tradition des chinesischen Chan-Buddhismus steht und diesen in einer zeitgemäßen  Form vertritt, lehrt und praktiziert.