Die Bodhidharma Chan-Gemeinschaft  ist eine noch sehr kleine Gemeinschaft, die in der ursprünglichen Tradition des "Zen",

dem chinesischen Chan-Buddhismus,  in einer zeitgemäßen, westlichen Darlegung der Lehre ihre geistige Heimat gefunden haben.

 

Aus unserer Sicht ist Chan nicht an die asiatische Lebensweise, Kultur oder Sprache gebunden, deshalb findet Esoterik, Folklore und blindes, unreflektiertes Kopieren von asiatischer Kultur bei uns  nicht statt. Textrezitationen erfolgen bei uns  in deutscher Sprache.

 

Wer nach einer  1-jährigen Probezeit (als Zeit des Kennenlernens und des gemeinsamen Übens) den Chán-Weg mit uns gemeinsam        als Lebensweg gehen möchte, kann sich durch eine formelle Zufluchtnahme der Lehre Buddhas und der Gemeinschaft anschließen.     

 

Eine Zufluchtnahme ist die bewusste, aktive Entscheidung, Buddhismus fortan als Lebensweg zu gehen. 
     Man gelobt sich in diesen 5 Silas zu üben:
  1. Kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen.
  2. Nichtgegebenes nicht zu nehmen.
  3. Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen zu pflegen (= zum Schaden Anderer).
  4. Nicht zu lügen oder unheilsam zu reden.
  5. Sich nicht durch berauschende Mittel das Bewußtsein zu trüben.

Die Teilnehmer des internen Studienkreises bzw. aktive Mitglieder der Gemeinschaft, können zudem das Bodhisattva-Gelübde ablegen. Dieses Gelübde drückt den Wunsch aus, unser tägliches Wirken (soweit es möglich ist) dem Wohle anderer fühlenden Wesen zu widmen.

 

(Informationen dazu, was  im Falle eines Austritts geschieht, finden sich HIER)

Die Organisationsstruktur unserer Gemeinschaft

 

Die Bodhidharma-Gemeinschaft definiert sich klar als eine Gemeinschaft von ordinierten Laien, welche den Weg des Buddhas und explizit den des von Bodhidharma begründeten Chan  (im Westen bekannt als "Zen") gehen möchten.

 

Auftrag und Ziele

Die Bodhidharma-Gemeinschaft sieht sich als Mittler zwischen Ost und West. Der Tradition verbunden und in einer Übertragungslinie stehend, versucht sie, Chan-Buddhismus in einer pragmatischen, lebenspraktischen, westlichen und überwiegend säkularen Weise den Menschen in Deutschland näher zu bringen. Es geht weder um den Import von religiösen Strukturen, noch um ein unreflektiertes und wenig hilfreiches Kopieren asiatischer Kultur oder gar um Folklore.

 

Die Gemeinschaft steht für Chan-Buddhismus für Hier und Heute, für unsere Zeit. - Klar, westlich, einfach und heilsam.

Hierzu bedient sich die Gemeinschaft verschiedener Methoden und Vorgehensweisen:


- Es findet alljährlich ein Online-Studium zu Grundlagen des Buddhismus statt.
- Vorträge und Lehrdarlegung von Rev. Fa Yi Shakya (künftig auch durch vermehrte Reistätigkeit)
- Direkte, persönliche Betreuung von Schülern, Kandidaten und Mitgliedern der Gemeinschaft

 

Wichtig ist die Einfachheit und Klarheit des Chan nicht mit zuviel Intellekt zu überladen und die Übertragung der Lehre in unser tägliches Leben, den Alltag aktiv zu vollziehen und keine Unterscheidungen zwischen Paxis und Alltag zu machen.


Gemäß der Satzung der Gemeinschaft und im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen repräsentiert die amtierende Leitung die Gemeinschaft nach Außen, stimmt sich aber in allen Fragen eng mit den Ordinierten Mitgliedern ab und hält sich im Hintergrund. Lediglich bei existenziellen Dingen und im Streitfall verbleibt der Leitung ein Vetorecht. Hiervon soll jedoch zugunsten demokratischer Entscheidungen nur im Ausnahmefall gebrauch gemacht werden. Wenn zum Beispiel nach mehrmaliger Abstimmung kein von den Mitgliedern / Ordinierten gemeinsam getragenes Ergebnis zustande kommt.


Praxis

Die Gemeinschaft besteht überwiegend aus Einzelpraktizierenden, welche deutschlandweit wohnhaft sind. Alle Ordinierten der Gemeinschaft sind angehalten tägliche Zeiten der Meditation in ausreichender Dauer in den Lebensalltag zu integrieren. Zudem gibt es ein zeitgemäßes und einheitliches Rezitationsheft, das trotz seiner Einfachheit alle für uns wichtigen Texte umfasst. Ordinierte, die bereits länger praktizieren können sich auch der Praxis des Hua Tou zuwenden, einer Praxis, welche seit jeher in unserer Traditionslinie als sehr heilsam und effektiv gilt.


Roben
Die Bodhidharma-Gemeinschaft ist eine robentragende Gemeinschaft. Als Zeichen unserer Herkunft tragen wir die traditionellen Roben des Chan-Buddhismus, jedoch in ihrer klar als Laien erkennbaren Form (Man-Yi Kesa). Die einzige Ausnahme hiervon ist das für zeremonielle Anlässe vorgesehene Kesa der Ordensleitung welches selten getragen wird.

 

Die Leitung trägt in ihrer Funktion als solche bei besonderen Anlässen zur dunkelbraunen Robe ein grünes Kesa welches durch die Anzahl von 7 Feldern des Kesa einem ordinierten Mönch entspricht. Außerhalb solcher besonderen Anlässe oder repräsentativen Aufgaben trägt jedoch auch die Leitung ein sogenanntes „Man-Yi Kesa“, welches ebenfalls von grün ist.

 

Ordinierte Mitglieder der Gemeinschaft tragen eine dunkelbraune Robe mit ebenso dunkelbraunem Kesa (Man-Yi / Laien).

 

Lehrer nehmen erweiterte Gelübde, tragen eine dunkelbraune Robe und ein Kesa (Man-Yi) von schwarzer Farbe um eine Erkennbarkeit als solche zu ermöglichen. Die interne Aufgabe als Lehrer ist mit großer Verantwortung verbunden.

 

4.

Aktive Mitglieder, die Zuflucht zu den 3 Juwelen genommen haben (ohne Bodhisattva-Ordination) und sich zu den Zielen der buddhistischen Gemeinschaft bekannt haben, tragen lediglich eine dunkelbraune Robe ohne irgendein Kesa.

 

Anmerkung für Menschen ohne Anschluss an eine Sangha:

 

Die Gruppe ist auch offen für Menschen, welche bisher Alleinpraktizierende waren und unser Konzept einer sich gegenseitig bereichernden "Bruderschaft" den sonst üblichen, hierarchischen Strukturen vorziehen. Es ist nicht zwingend nötig, an regelmäßigen Treffen vor Ort teilzunehmen.  Auch für Interessierte, welche weiter entfernt wohnen, besteht die Möglichkeit einer Aufnahme. 

 

Eine Grundvoraussetzung für einen Beitritt ist jedoch stets die aktive Beteiligung und die Identifikation mit der Gemeinschaft als eine, die in der Tradition des chinesischen Chan-Buddhismus steht und diesen in einer zeitgemäßen  Form vertritt, lehrt und praktiziert.