Unser Lehrer Fa Yi Shakya ist ein westlicher, verheirateter, familiär lebender Lehrer in

der Tradition des chinesischen Chan-Buddhismus, der sich einer zeitgemäßen und alltagsorientierten Lehrdarlegung des Chan-Buddhismus im Westen verpflichtet fühlt.

 

Nach über 20 Jahren auf dem Weg Buddhas wurde er im Jahr 2011 in einer von  Großmeister Jy Din Shakya gegründeten Chan-Gemeinschaft aufgenommen und erhielt nach eingehender Prüfung Lehrerlaubnis von dessen Nachfolger Chuan Zhi Shakya.

 

Formell, im Sinne einer Überlieferungslinie steht er in der chinesischen Linji Tradition

(臨濟宗 Línjì Zong) des Chan von Linji Yixuan, in der Nachfolge von Bodhidharma.

 

Seine Art zu lehren, richtet sich an aufgeklärte Menschen im 3. Jahrtausend, welche nach einer pragmatischen, zeitgemäßen und zudem mit heutigem wissenschaftlichem Denken im Einklang stehenden Lehrdarlegung suchen.

 

Die Lehre ist zeitlos und weder an Kultur noch an Sprache gebunden. Dies bedeutet jedoch nicht, auf bewährte Methoden und Werkzeuge zu verzichten. Von einer unreflektierten Übertragung von Kultur und blindem Volksglauben, distanziert sich Fa Yi Shakya als westlich geprägter Lehrer ausdrücklich. Es geht ihm um die Umsetzung der Lehre als Lebensweg.

 

Die fundierte Vermittlung von Kenntnisse der Lehre Buddhas, Bodhidharmas und dessen Nachfolger, sowie eine damit einhergehende Meditationspraxis im Kontext unserer Zeit ist ihm Herzensanliegen und Antrieb für sein Wirken.

 

Hierfür hat er im Jahr 2014 Bodhidharma Chan-Gemeinschaft ( 達摩禅苑德國 ) ins Leben gerufen, welche mit dem Segen von Chuan Zhi Shakya seit dem 18.03.2018 nun eine vollkommen eigenständige Chan-Gemeinschaft ist.

 

 

Organisationsstruktur

 

Die Bodhidharma-Gemeinschaft definiert sich klar als eine Gemeinschaft von ordinierten Laien, welche den Weg des Buddhas und explizit den des von Bodhidharma begründeten Chan  (im Westen bekannt als "Zen") gehen möchten.

 

Auftrag und Ziele

Die Bodhidharma-Gemeinschaft sieht sich als Mittler zwischen Ost und West. Der Tradition verbunden und in einer Übertragungslinie stehend, versucht sie, Chan-Buddhismus in einer pragmatischen, lebenspraktischen, westlichen und überwiegend säkularen Weise den Menschen in Deutschland näher zu bringen. Es geht weder um den Import von religiösen Strukturen, noch um ein unreflektiertes und wenig hilfreiches Kopieren asiatischer Kultur oder gar um Folklore.

 

Die Gemeinschaft steht für Chan-Buddhismus für Hier und Heute, für unsere Zeit. - Klar, westlich, einfach und heilsam.

Hierzu bedient sich die Gemeinschaft verschiedener Methoden und Vorgehensweisen:


- Es findet alljährlich ein Online-Studium zu Grundlagen des Buddhismus statt.
- Vorträge und Lehrdarlegung von Rev. Fa Yi Shakya (künftig auch durch vermehrte Reistätigkeit)
- Direkte, persönliche Betreuung von Schülern, Kandidaten und Mitgliedern der Gemeinschaft

 

Wichtig ist die Einfachheit und Klarheit des Chan nicht mit zuviel Intellekt zu überladen und die Übertragung der Lehre in unser tägliches Leben, den Alltag aktiv zu vollziehen und keine Unterscheidungen zwischen Paxis und Alltag zu machen.


Gemäß der Satzung der Gemeinschaft und im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen repräsentiert die amtierende Leitung die Gemeinschaft nach Außen, stimmt sich aber in allen Fragen eng mit den Ordinierten Mitgliedern ab und hält sich im Hintergrund. Lediglich bei existenziellen Dingen und im Streitfall verbleibt der Leitung ein Vetorecht. Hiervon soll jedoch zugunsten demokratischer Entscheidungen nur im Ausnahmefall gebrauch gemacht werden. Wenn zum Beispiel nach mehrmaliger Abstimmung kein von den Mitgliedern / Ordinierten gemeinsam getragenes Ergebnis zustande kommt.


Praxis

Die Gemeinschaft besteht überwiegend aus Einzelpraktizierenden, welche deutschlandweit wohnhaft sind. Alle Ordinierten der Gemeinschaft sind angehalten tägliche Zeiten der Meditation in ausreichender Dauer in den Lebensalltag zu integrieren. Zudem gibt es ein zeitgemäßes und einheitliches Rezitationsheft, das trotz seiner Einfachheit alle für uns wichtigen Texte umfasst. Ordinierte, die bereits länger praktizieren können sich auch der Praxis des Hua Tou zuwenden, einer Praxis, welche seit jeher in unserer Traditionslinie als sehr heilsam und effektiv gilt.


Roben
Die Bodhidharma-Gemeinschaft ist eine robentragende Gemeinschaft. Als Zeichen unserer Herkunft tragen wir die traditionellen Roben des Chan-Buddhismus, jedoch in ihrer klar als Laien erkennbaren Form (Man-Yi Kesa). Die einzige Ausnahme hiervon ist das für zeremonielle Anlässe vorgesehene Kesa der Ordensleitung für zeremonielle Anlässe.

 

1.

Die Leitung trägt in ihrer Funktion als solche bei besonderen Anlässen zur dunkelbraunen Robe ein grünes Kesa welches durch die Anzahl von 7 Feldern des Kesa einem ordinierten Mönch entspricht. Außerhalb solcher besonderen Anlässe oder repräsentativen Aufgaben trägt jedoch auch die Leitung ein sogenanntes „Man-Yi Kesa“, welches ebenfalls von grün ist.

 

2.

Ordinierte Mitglieder der Gemeinschaft tragen eine dunkelbraune Robe mit ebenso dunkelbraunem Kesa (Man-Yi / Laien).

 

3.

Ordinierte Lehrer nehmen erweiterte Gelübde, tragen eine dunkelbraune Robe und ein Kesa (Man-Yi) von schwarzer Farbe um eine Erkennbarkeit als solche zu ermöglichen. Die interne Aufgabe als Lehrer ist mit großer Verantwortung verbunden.

 

4.

Aktive Mitglieder, die Zuflucht zu den 3 Juwelen genommen haben (ohne Bodhisattva-Ordination) und sich zu den Zielen der buddhistischen Gemeinschaft bekannt haben, tragen lediglich eine dunkelbraune Robe ohne irgendein Kesa.

Ziel ist das gemeinsame Gehen des "Weges" in gegenseitiger Bereicherung und Wertschätzung.

Eine umfassende Autobiographie seines bisherigen Weges (Lehrer und Traditionen) findet sich HIER